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2. Januar 2017

Nachricht

Innenausbau HKB

Haus kirchlicher Beratungsdienste in Nordhorn fast bezugsfertig

Hermann Joseph Quaing, Geschäftsführer Caritasverband Grafschaft Bentheim, Dorothea Währisch-Purz, Geschäftsführerin des DW des Ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim, Volker Hans, Geschäftsführer DW ref. (Foto: Hirndorf)  

Einzigartiges Pilotprojekt voll im Zeitplan

Grafschaft Bentheim   Bereits im Januar soll das Gerüst rund um das neue Haus kirchlicher Beratungsdienste in Nordhorn entfernt werden. Vor Ort trafen sich nun die drei Geschäftsführungen der beteiligten Trägerkonfessionen, um das Startsignal für den Innenausbau zu geben. In dem als Niedrigenergiehaus geplanten Objekt mit 30 Büros auf vier Etagen werden alle Beratungsangebote der drei Kirchen nach Fachgruppen, nicht nach Konfessionen geordnet sein. Dazu gehören die Freiwilligendienste, die Schuldner- und Insolvenzberatung, Suchtberatung und Schwangeren- sowie Schwangerschaftskonfliktberatung und Unterstützung von Migranten. Die allgemeine Sozialberatung, die Wohnungslosenhilfe und ein Seniorentreff  runden das Angebot ab. Die Mitarbeitenden der drei kirchlichen Wohlfahrtsorganisationen wirken trägerübergreifend zusammen. Hierzu gehört auch die gegenseitige Vertretung in Urlaubs- und Krankheitszeiten, ein gemeinsames Qualitätsmanagementverfahren und die Vereinheitlichung der Arbeitsabläufe. Wie die drei Geschäftsführungen betonten, lägen Baukosten und Baufortschritt völlig im Rahmen der geplanten drei Mio Euro. Die Verklinkerung sei abgestimmt auf die städtische Entwicklungsplanung des Standortes mit dem neuen Kreisarchiv, dem Evangelischen Gymnasium und dem kommenden Multiplexkino in unmittelbarer Nachbarschaft. „Wenn die Arbeiten wie bisher so zügig weiterlaufen, dann kann die für den 12. Juni avisierte Einweihung wie geplant stattfinden“, freute sich der Geschäftsführer des diakonischen Werks der Reformierten Kirche, Volker Hans. Bereits im Mai könnten die Fachbereiche der bisherigen Einzelstandorte der Caritas, sowie der lutherischen und reformierten Diakonie umziehen. Dem vorausgehen soll jedoch zunächst ein interner Prozess des Zusammenwachsens. „Dazu wird es im Februar als Kick Off Veranstaltung einen Mitarbeitendentag geben. In verschiedenen Arbeitsgruppen soll der Frage nachgegangen werden, wie wir unter einem Dach gut zusammenarbeiten können“, beschreibt die Geschäftsführerin des Diakonischen Werks des Ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim die Planungen für das erste Quartal 2017.

Hermann Joseph Quaing, Geschäftsführer des Caritasverbands Grafschaft Bentheim zeigte sich ebenfalls begeistert vom Baufortschritt und sah im Geiste die 35 Mitarbeitenden bereits in ihren Räumen: „Die Idee des Hauses ist eine Idee der kurzen Wege. Drei Wohlfahrtsträger bieten Hilfe unter einem Dach, das bedeutet eine unglaubliche Erleichterung für die Klienten, denn die haben nicht wie bisher mehrere Anlaufstationen, sondern finden eine enge Vernetzung in diesem Gebäude, dazu ein Cafeteria am Empfang, die als lebendiger Treffpunkt genutzt werden kann.“

Dass dieses, aus ihrer Sicht, einmalige Projekt gerade in Nordhorn umgesetzt werden konnte, schreiben die drei Geschäftsführungen der Region zu. „Diese Region ist ökumenisch ausgelegt. Eine intensive Arbeit der ACK (Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen) und das Kloster Frenswegen haben eine große Ausstrahlung. In der Grafschaft gibt es eine große Bereitschaft, ökumenisch zu denken und zu arbeiten“, so Quaing. Den Menschen sei es wichtig, Hilfe und Beratung zu finden, die Glaubensrichtung sei da erstmal zweitrangig, ergänzt Hans und Währisch-Purz verweist auf so etwas wie Aufbruchsstimmung, die sich schon beim Baustellengrillen der zukünftigen Mannschaft gezeigt habe. „Natürlich ist es ein Aufbruch mit gleichzeitiger Abschiedsstimmung. Wir verlassen gewohnte Räume und müssen umdenken aber wir finden uns ganz neu zusammen in einem neuen, hellen und modernen Gebäude. Das verhilft uns zu einer positiven Stimmung und ist auch ein bisschen aufregend!“