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7. Juni 2019

Nachricht

Vom Helfen und Danken

Konfirmandentag des Kirchenkreises beschäftigt sich mit dem barmherzigen Samariter

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Menschen, die Hilfe brauchen, nicht hängenlassen. Das lernten die insgesamt 725 Teilnehmer des 11. Konfirmandentages anhand der biblischen Geschichte vom barmherzigen Samariter. Rund um das Kloster Frenswegen verbrachten die Jugendlichen abwechslungsreiche Stunden mit Aktionen, Spiel, Spaß und Bibelarbeiten. Foto: Ulrich Hirndorf

Zum 11. Mal fand im Kloster Frenswegen der Konfirmandentag des ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim statt. „Gott sei Dank dass ihr hier seid.“ Mit diesen Worten begrüßte Pastor Ulrich Hirndorf, Studienleiter am Kloster Frenswegen, die eintreffenden Konfirmandengruppen in der Kapelle, um mit ihnen eine Kerze zu entzünden und etwas zum alten Kloster zu erzählen. Neben den gut 600 „Konfis“ aus 27 lutherischen Gemeinden zwischen Papenburg und Bentheim waren über 100 Teamer zusammengekommen, um dieses besonders Event zu begleiten. Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, der mit den Jugendlichen die Morgenandacht zum Thema „Gott sei Dank“ feierte, lobte besonders deren Engagement: „Es ist nicht selbstverständlich, dass ihr mit so viel Kraft und Ideen zum Gelingen des Tages beitragt.“ Diese hatten auch ein Anspiel zur Bibelgeschichte „Vom barmherzigen Samariter“ vorbereitet, in das sogar die Samariter mit Blaulicht und Sirene eingebunden waren, nämlich die Sanitäter des Arbeiter-Samariter Bundes, die tagsüber dafür sorgten, kleinere Blessuren zu versorgen. Die moderne Fassung der altbekannten Evangeliumsgeschichte begeisterte auch Regionalbischof Klahr: „Der Verletzte im Anspiel konnte von Herzen Danke sagen. Das Danken kann man nicht befehlen. Echter Dank kommt immer aus dem Herzen für das, was uns geschenkt worden ist.“  

Nach morgendlicher Bibelarbeit in Kleingruppen rund um das Kloster und anschließendem Mittagessen, bei dem das Klosterteam wieder durch Schülerinnen der BBS Gesundheit und Soziales unterstützt wurde, um die insgesamt 725 Konfitagsbesucher satt zu bekommen, ging es auf den Markt der Möglichkeiten. Von der Cocktailbar, natürlich nicht alkoholischer Getränke, über die „Chill-Area“, bis zum Gestalten von Holzkreuzen, Besuch bei den Pfadfindern am Lagerfeuer, Kistenklettern und Slaglinebalancieren über den Klostergraben, warteten unzählige Angebote auf die Jugendlichen. Auch die Diakonie war mit einem Stand vertreten und hatte einen Bobbycarparcours samt Promillebrille vorbereitet. Neun Mannschaften spielten um den Kirchenkreis-Konfi-Cup in einem Street-Soccerturnier, das die Konfigruppe der Lingener Johannesgemeinde für sich entscheiden konnte. Für diese Mannschaft geht es nun zum Turnier um den Landespokal aller Kirchenkreise.

Musikalisch unterstützt wurde das Organisationsteam um Kirchenkreisjugendwart Waldemar Kerstan (Meppen) und Diakonin Inga Rohoff (Nordhorn) von Popkantor Til von Dombois und seiner Band Habakuk aus Hannover. Erstmals konnten auch live Bilder der Veranstaltung und Livestreams auf eine große LED Wand im Klosterinnenhof übertragen werden. Diese neue Möglichkeit animierte zahlreiche Teamer zu einer spontanen Bühnenshow am Nachmittag mit Gesangs- und Tanzeinlagen.

Um 16 Uhr endete der abwechslungsreiche Tag mit einem großen Dankeschön an alle Teilnehmer und Mitwirkenden und dem Reisesegen durch Studienleiter Hirndorf: „Gesegnet sein hat etwas mit Empfangen und Weitergeben zu tun. Gott sei Dank hat jeder von euch selbst die Möglichkeit, für andere zum Samariter, zum Helfenden zu werden. Dazu will Gott uns stark machen und ich wünsche uns allen den Mut, mit dieser liebenden Stärke die Welt zu verändern.“

Ulrich Hirndorf