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27. Mai 2019

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Der Diakon, der macht das schon

Feierliche Einsegnung des Diakons Philip Krieger durch Regionalbischof Klahr

Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr freute sich, den jungen Diakon Philip Krieger in der Bethlehemkirche Meppen in seinen Dienst einzusegnen. (Foto: Ulrich Hirndorf)

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Evangelisch-lutherische Bethlehemkirche in Meppen, als Kirchenvorstände der Gemeinden aus Meppen (Bethlehem), Dalum (Paulus) und Twist (Nazareth) ihren neuen Regionaldiakon Philip Krieger zum Altar geleiteten. Der Landessuperintendent des Sprengels Ostfriesland-Ems, Dr. Detlef Klahr und weitere Geistliche, sowie die Diakonenschaft des Kirchenkreises Emsland-Bentheim waren gekommen. Ein Unbekannter ist Krieger in der Region allerdings längst nicht mehr. Seit 2013 leitet er bereits die Kinder- und Jugendarbeit in den drei Gemeinden, sowie Projekte im Kirchenkreisjugenddienst.

„Alles ist möglich, dem der da glaubt!“ Mit diesem Jesuswort aus dem Markusevangelium eröffnete Regionalbischof Klahr die Festpredigt. „Gott braucht dich in seinem Dienst“, rief Klahr dem jungen Diakon von der Kanzel aus zu. „So wie du gespürt hast, dass andere dir etwas zugetraut haben in all den Jahren, ist es nun deine Aufgabe, jungen Menschen ebenfalls zu helfen, Zutrauen zu sich selbst zu haben und zu Gott.“ Der Regionalbischof zeichnete den Werdegang des jungen Diakons nach, der in Lingen aufwuchs und über Praktika in der evangelischen Kindertagesstätte und Jugendarbeit in der Johannesgemeinde auch sein Berufsbild in diesem Bereich ausformte. Nach dem Zivildienst in der Kindertagesstätte Arche Noah in Lingen machte er zunächst eine Ausbildung zum Erzieher und bekam seine erste Stelle ebenfalls in der „Arche Noah“. Als 2012 eine regionale Diakonenstelle in der Region Dalum-Meppen-Twist ausgeschrieben wurde, allerdings keine Bewerbungen eingingen, verfolgte der Kirchenkreis mit Unterstützung von Kirchenkreisjugendwart Waldemar Kerstan ein alternatives Konzept. Von Pastor Thorsten Jacobs (Dalum-Twist) abgeworben, besetzte der junge Erzieher die Regionalstelle für Kinder- und Jugendarbeit und ließ sich berufsbegleitend vier Jahre lang an der Hephata Akademie der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Kurhessen-Waldeck zum Diakon ausbilden. Die Abschlussarbeit hat Krieger dem Thema „Segen“ gewidmet.

Feierlich wurde schließlich der 31 jährige neue Diakon von Wegbegleitern aus Pfarrämtern, Diakonenkonvent und Jugenddienst eingesegnet. Die zahlreichen Grußworte zeichneten noch einmal ein Bild der bereits jetzt schon geleisteten segensreichen und vielfältigen Arbeit des neuen und doch vertrauten jungen Mannes. Hiltrud Ahrens, Kirchenvorsteherin der Bethlehemgemeinde, wünschte ihm Gelassenheit, Mut und Begeisterung in seinem Dienst zwischen Sozialarbeit und Verkündigung: „Sie wissen ja, wie es früher hieß: Der Diakon, der Diakon, der macht das schon!“ Für die Pfarrämter und die Bethlehemstiftung sprachen Pastor Thorsten Jacobs und Kuratoriumsvorsitzende Ulrike van der Ven und betonten beide, das Philip Krieger mit seiner ihm eigenen positiven Art, Freude und Begeisterung bereits einen festen Platz bei den Jugendlichen der Region habe. Jacobs betonte, dass ohne die Hilfe der Bethlehemstiftung solch ein Projekt nicht umzusetzen gewesen wäre und dankte der Stiftung für die langfristige finanzielle Unterstützung. Für den Kirchenkreis sprach der stellvertretende Superintendent Thomas Kersten (Nordhorn) und betonte die Dienstgemeinschaft zwischen Pastoren- und Diakonenkonvent: „Es ist wichtig, dass wir die Wege als Team miteinander gehen, gerade im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit. Denn sie sind die Gegenwart unserer Kirche, mit den Fragen und Herausforderungen der Gegenwart, dort müssen wir liefern“.

Nach vielen weiteren Grußworten fand die Festgemeinde schließlich zum gemütlichen Ausklang rund um die Kirche zusammen. Diakon Krieger sprach selbst die Einladung aus und nutzte den Moment für ein persönliches Statement: „Ich habe diesen Weg gewählt, weil ich gerne Neues ausprobiere, neue Wege gehen möchte in meinem Arbeitsbereich. Ich möchte ganz bewusst Dinge verändern und Ziele neu formulieren und das in aktiver christlicher Gemeinschaft“. Bei Bratwurst und Salat wurden schließlich noch viele gute Wünsche ausgesprochen und Pläne für die Zukunft geschmiedet.

Ulrich Hirndorf