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8. Mai 2019

Nachricht

Lutherischer Kirchenkreis steht hinter dem Kloster

Arbeit des ökumenischen Zentrums Kloster Frenswegen erhält Applaus

So zahlreich wie die Butterblumen am Kloster wünschten sich die Delegierten des Kirchenkreistags die Unterstützer des Klosters Frenswegen. Bild: Ulrich Hirndorf

Eigentlich hatten sich die 63 Delegierten aus 27 Lutherischen Gemeinden des Emslands und der Grafschaft Bentheim zur dritten Kirchenkreistagssitzung der aktuellen Legislaturperiode im Gemeindehaus der Kreuzkirchengemeinde Nordhorn versammelt, um sich mit einem ganz anderen Thema zu befassen. Obwohl nicht auf der Tagesordnung, erfuhr aber das Kloster Frenswegen große Aufmerksamkeit der Delegierten. Irritierend seien in den letzten Tagen „publizistische Fragestellungen zu lesen gewesen, die die finanziellen Unterstützungszusagen von Stadt und Landkreis in Frage stellen“, so Pastor Hartmut Giesecke von Bergh, Kuratoriumsmitglied der Stiftung Kloster Frenswegen. „Ich sehe aus Sicht des Kuratoriums keinen Grund an den Zusagen des Zuschusses vom Landkreis zu zweifeln.“ Auch könne er nicht nachvollziehen, dass die Stadt Nordhorn kritisiert werde. Die finanzielle Förderzusage der Stadt stehe fest, dazu Pflege und verkehrsicherheitstechnische Überwachung des Klosterwanderweges in Höhe von über 20.000 € jährlich, sowie feste Vorhaben verbesserter Infrastruktur und Gestaltungsmaßnahmen für das Kloster im Rahmen städtischer Planungen in Verbindung mit Landes- und EU Projekten. Diese ließen sich zwar nicht beziffern, würden aber als zusätzliche freie Leistungen der Stadt, der Stiftung zu Gute kommen. Dass hier politische Spitzen verteilt würden, wäre wohl dem derzeitigen Wahlkampf geschuldet, so das langjährige Kuratoriumsmitglied. Auch enttäusche es ihn, dass einseitig auf hohe Personalkosten hingewiesen werde. „Wir halten am Kloster wenig von Lohndumping und viel von familienfreundlichen und flexiblen Arbeitsverträgen. Außerdem übernehmen die Kirchen seit Bestehen der Stiftungsarbeit die Personalkosten der drei Studienleiter. Das sind allein im Fall unserer Landeskirche pauschal 48.000 € pro Jahr, die zu den 50.000 € allgemeiner Fördergelder hinzukommen. Unser Studienleiter Ulrich Hirndorf leistet an diesem ökumenischen Zentrum hervorragende Arbeit und jetzt spreche ich mal für die Landeskirche: Wir halten jeden Cent, der in diese europaweit einmalige Stiftung eingebracht wird, für gut angelegtes Geld! Und deshalb stehen wir als lutherischer Kirchenkreis geschlossen hinter dem Kloster Frenswegen“. Dieses Votum unterstützten die Delegierten mit einem spontanen und langanhaltenden Applaus für die Arbeit am Kloster. Der Vorsitzende des Bildungsausschusses des Kirchenkreistags, Berufsschulpastor Gernot Wilke-Ewert unterstrich den Eindruck seines Vorredners. Bereits in der konstituierenden Sitzung des Ausschusses sei festgelegt worden, dass ein Schwerpunkt der Vorhaben die vernetzte Arbeit mit dem Kloster sein werde. „Wir halten dieses Zentrum für Bildungsarbeit und Ökumene für außergewöhnlich und stehen voll dahinter!“

Ulrich Hirndorf