Lebendige Kirche wird im Miteinander gestaltet

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Gottesdienst unter freiem Himmel

1. März 2019

Nachricht

Ein Abend im Zeichen der Frauen und der Ökumene

Kirchengemeinden des Emslands und der Grafschaft feiern gemeinsam den Weltgebetstag

Auch in der vollbesetzten Nazarethkirche Twist gestalteten Frauen aller Konfessionen gemeinsam den Weltgebetstag. Die Nationalfarben Sloweniens erinnerten an die Frauen im Balkanland, die den diesjährigen Gottesdienstentwurf ausgearbeitet und in alle Welt verschickt hatten. Foto: Hirndorf

„Kommt, alles ist bereit”: Mit dem Bibelzitat des Festmahls aus Lukas 14 waren nicht nur die Frauen der Kirchengemeinden eingeladen zum Weltgebetstag am 1. März. Die Gottesdienste, die zumeist ökumenisch in den einzelnen Regionen des Kirchenkreises gestaltet wurden, waren nach Aussagen der Organisationsteams gut besucht. Das diesjährige Thema führte inhaltlich nach Slowenien. Dort hatten Frauen den Gottesdienstentwurf vorbereitet und in über 120 Länder verschickt. „Kommt, alles ist bereit“ unter diesem Motto geht es im Jahr 2019 besonders um Unterstützung dafür, dass Frauen weltweit „mit am Tisch sitzen können“. Deshalb unterstützt die Weltgebetstagsbewegung aus Deutschland Menschenrechtsarbeit in Kolumbien, Bildung für Flüchtlingskinder im Libanon, einen Verein von Roma-Frauen in Slowenien und viele weitere Partnerinnen in Afrika, Asien, Europa und Lateinamerika. Über Länder- und Konfessionsgrenzen hinweg engagieren sich Frauen für den Weltgebetstag. Seit über 100 Jahren macht die Bewegung sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen in Kirche und Gesellschaft. Die bunten ökumenischen Gottesdienste mit Liedern, Anspielen, Gebeten und einem anschließenden gemütlichen Miteinander sind seit Jahren Höhepunkte der ökumenischen Gemeindebewegung. Gemeinsam setzten viele evangelische und katholische Frauenkreise am Weltgebetstag 2019 ein Zeichen für Gastfreundschaft und Miteinander: Kommt, alles ist bereit! Es ist noch Platz.

Hintergrund: Slowenien ist eines der jüngsten und kleinsten Länder der Europäischen Union. Von seinen gerade mal zwei Millionen Einwohner*innen sind knapp 60 % katholisch. Obwohl das Land tiefe christliche Wurzeln hat, praktiziert nur gut ein Fünftel der Bevölkerung seinen Glauben. Bis zum Jahr 1991 war Slowenien nie ein unabhängiger Staat. Dennoch war es über Jahrhunderte Knotenpunkt für Handel und Menschen aus aller Welt. Sie brachten vielfältige kulturelle und religiöse Einflüsse mit. Bereits zu Zeiten Jugoslawiens galt der damalige Teilstaat Slowenien als das Aushängeschild für wirtschaftlichen Fortschritt. Heute liegt es auf der „berüchtigten“ Balkanroute, auf der im Jahr 2015 tausende vor Krieg und Verfolgung geflüchtete Menschen nach Europa kamen.

Hirndorf