Lebendige Kirche wird im Miteinander gestaltet

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23. August 2018

Nachricht

Abend der Begegnung für neue Kirchenvorsteher

Erstinfoveranstaltung für erfolgreiche KV Arbeit

Über 70, zumeist erstmalig gewählte Kirchenvorstände fanden sich ein zum Abend der Begegnung im Kloster Frenswegen. (Foto: Hirndorf)

Nach den Wahlen zum Kirchenvorstand im März 2018 waren nun besonders die neuen aber auch wiedergewählte Kirchenvorsteherinnen des ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim zum 1. Informationsabend der Kirchenvorstände in das Kloster Frenswegen eingeladen. In sommerlicher Atmosphäre begrüßte der lutherische Studienleiter des Klosters, Pastor Ulrich Hirndorf die über 70 ehreamtlichen Frauen und Männer, die in den Sommermonaten inzwischen in zahlreichen Gottesdiensten in ihren Dienst eingesegnet wurden. „Kirche im Jahre 2018 heißt schon lange nicht mehr, den Blick am Tellerrand der eigenen Gemeinde enden zu lassen, sondern Angebote und Projekte in einem guten Netzwerk von Gemeinden, Kommunen und Kirchenkreis zu gestalten“, so Hirndorf, der gemeinsam mit Daniel Aldag, Amtsleiter des Kirchenkreisamtes Meppen, diesen Abend der Begegnung geplant hatte.

Nach einer vom Lektorendienst des Kirchenkreises gestalteten Andacht in der Klosterkirche informierte als erster Referent Superintendent Bernd Brauer über die Struktur des Kirchenkreises mit seinen Entscheidungsgremien. Besonderen Wert legte er auf die Feststellung, dass  bereits seit 10 Jahren eine Entwicklung voranschreite, die mehr Entscheidungsbefugnisse von der Landeskirche weg auf die Kirchenkreisebene verlagere. „Der Kirchenkreistag (Regionalsynode) hat volle Befugnisse, nach Beratungen in den Fachausschüssen, die von der Landeskirche nach einem festen Schlüssel zugewiesenen Kirchensteuermittel in den Gemeinden und der Region zu verteilen.“ Er regte die neuen Kirchenvorsteher an, sich über eine Kandidatur für den Kirchenkreistag Gedanken zu machen. Kirche funktioniere nur in einer guten Abstimmung und Verbindung der Ebenen Kirchengemeinde und Kirchenkreis. Amtsleiter Daniel Aldag skizzierte in seinem Vortrag kurz die Arbeitsbereiche seines Amts und betonte den Servicegedanken. „Lassen Sie sich bereits im Vorfeld bei Beschlüssen beraten. So lassen sich viele Probleme oder Stolpersteine  aus dem Weg räumen“, ermunterte er die ehrenamtlichen Gemeindeleiter zu Besuchen oder Gesprächen mit den Sachbearbeitern. Dorothea Währisch-Purz, Geschäftsführerin der Diakonie in Emsland und Grafschaft lenkte den Blick dann noch einmal auf die konkreten Gemeindesituationen. In jeder Gemeinde gebe es Menschen, die Hilfen und Unterstützungen oder Beratungen benötigen. Hier sei die Diakonie darauf angewiesen, entsprechend informiert zu werden, bzw. das die Hilfesuchenden von den Angeboten der Diakonie Kenntnis erhielten. Hier seien die in der Gemeinde verwurzelten Kirchenvorstände ein wichtiges Scharnier zwischen der Diakonie der Gemeinde und des Kirchenkreises. Im Verlauf des Abends und gestärkt durch den Klostergrill im Innenhof, konnten sich die Kirchenvorstände weiter im Kreuzgang informieren über den Kirchenkreisjugenddienst mit seinen Veranstaltungen. Diakonin Inga Rohoff präsentierte virtuell und mit einer Bilderwand über Freizeiten und Coachingangebote für Jugendliche. Lektorensprecherin Kerstin Schomakers präsentierte die Lektorenarbeit des Kirchenkreises mit seinen fast 60 ehrenamtlichen Predigern, die neben den Geistlichen zahlreiche Gottesdienste und Andachten in Kirchen oder Pflegewohnheimen halten. „Ein Kirchenvorsteher muss nicht predigen können, aber er sollte Talente erkennen und ihnen Mut machen, sich zu solch einem Dienst bei uns ausbilden zu lassen“, so die Botschaft der engagierten Lektorin. Auch die Diakonie mit weiteren Mitrarbeiterinnen und zahlreichen Fachbroschüren und Amtsleiter Aldag standen Rede und Antwort in zahlreichen persönlichen Gesprächen und verbanden so Dienste mit Menschen. „Eine zentrale Veranstaltung ist sicherlich ein Wagnis bei einem Kirchenkreis der 125 km lang ist, aber die Teilnahme gerade der neugewählten von den rund 200 Kirchenvorstehern zeigt auch, wie wichtig so ein Zusammenkommen ist, um gut in das Ehrenamt eingeführt zu werden“, so Organisator Hirndorf. Superintendent Brauer beschloss den Abend mit einer atmosphärischen Kerzenandacht im Klosterinnenhof und dankte  allen Mitwirkenden und anwesenden Kirchenvorständen, die diesen Abend bereichert hätten!