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10. Juni 2018

Nachricht

Junge Pastorin in Lingen ordiniert

Dr. Helen-Kathrin Treutler beendet die einjährige Vakanz in der Johannesgemeinde

Treutler
Landessuperintendent Detlef Klahr und die junge Theologin Helen-Kathrin Treutler (Mitte), wurden von Pfarrkonvent, Kirchenvorstand und Ökumene in den Ordinationsgottesdienst geleitet. (Foto: Hirndorf)

Vertreter der Ökumene, der Politik und der Kommune waren zugegen, als umrahmt von Pastorinnen und Pastoren des lutherischen Pfarrkonvents des ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim, Dr. Helen-Kathrin Treutler in die vollbesetzte Johanneskirche in Lingen einzog. Die 36 jährige Theologin, die in diesem Jahr ihr zweites theologisches Examen bestanden hatte, wurde von Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr der Gemeinde vorgestellt und feierlich ordiniert. In der Festpredigt ließ er kurz die Stationen der aus einer Münsteraner Pastorenfamilie stammenden jungen Theologin  Revue passieren. Zunächst Studium der Chemie. Dann „als die Chemie nicht stimmte“, so der Regionalbischof des Sprengels Ostfriesland-Ems, Studium auf Lehramt in den Fächern Religion und Musik und während der Promotionszeit dann ergänzend das Studium zur Volltheologin. Nach dem Vikariat in Hannover tritt Helen-Kathrin Treutler nun ihre erste Pfarrstelle an. „Schön, Sie hier im Sprengel zu haben!“, freute sich Klahr über die neue Pastorin. Er skizzierte sie als jemanden, der sich an der Liebe Gottes festmacht und sicher ist, dass sie nicht genommen werden kann. Sie sei überzeugt, dass die Welt einen Gegenpol brauche, der sich nicht von Hass lenken ließe, sondern von der Liebe. Als Ordinationsspruch hatte sich Treutler das Pauluswort „ Ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn“ ausgesucht. Auf die Frage des Regionalbischofs von der Kanzel herunter nach dem Warum, antwortete die neue Pastorin: „Weil ich das genauso glaube!“ Klahr erinnerte die Gemeinde daran, dass die Liebe eine Macht sei, die alles verändern könne, selbst den Tod und dass eine Pastorin, die dieser göttlichen Liebe verpflichtet sei, segensreich wirken werde.

Im anschließenden Empfang gratulierte als erster Superintendent Bernd Brauer der neuen Kollegin und wünschte ihr in seinem Kirchenkreis, der ja größer als das Saarland sei, genügend Zeit, um sich Land und Leute zu eigen zu machen und sich auf die Leute einlassen zu können. Für die ökumenische Pfarrkonferenz überbrachte Paul Gerhard Meißner Grüße und Grußworte des stellvertretenden Landrats Klaus Prekel und des 1. Bürgermeisters Heinz Tellmann schlossen sich warmherzig an. Prekel freute sich über die zusätzliche Pastorin in „Landkreis der Macher“ und wünschte ihr, das sie gut mit Haupt- und Ehrenamtlichen zusammenarbeiten möge: „Seien sie nahe bei den Menschen“.

Treutler selbst zeigte sich in ihrem Schlusswort überwältigt von den vielen warmherzigen Begrüßungsworten und dankte sowohl dem Ordinator  Klahr, als auch den vielen Menschen aus Gemeinde und Freundeskreis, die zum Gelingen dieses einmaligen Tages beigetragen hätten. Besonders bedankte sie sich bei der Kirchenvorstandsvorsitzenden Julia Keßler, die ihr schon in den Vikarskurs ein Willkommenspäckchen gesendet hätte und die ersten Wochen in Lingen immer mit Rat und Tat zur Seite stehe.