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26. August 2017

Nachricht

Kirchenkreis investiert in Diakonie

Weichen für die Zukunft gestellt

Kirchenkreistag in Werlte
Die Vorplanung sieht ein dreigeschossiges Gebäude für alle Beratungsbereiche und die Geschäftsführung vor.

Der Kirchenkreistag des ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim, der am vergangenen Wochenende in Werlte tagte, hat die Weichen für die Zukunft mit einem deutlichen Fokus auf die Diakonie gestellt. Das Kirchenparlament aus 73 gewählten und berufenen Delegierten der 27 Gemeinden sprach sich mit überwältigender Mehrheit für einen Neubau am Diakoniestandort Meppen aus. Der gut zwei Millionen Euro kostende Bau soll den Altbau von 1961 ersetzen, der, wie der Bauausschussvorsitzende Hartmut Giesecke von Bergh erläuterte, nicht mehr den Standards moderner Arbeitsstätten- und Brandschutzverordnungen entspricht. Am Standort Meppen, Sitz der Geschäftsführerin Dorothea Währisch Purz werden vielfältige Beratungsangebote vorgehalten, von der Allgemeinen Sozialberatung über Drogen- und Spielsucht bis hin zur Schwangerschaftskonfliktberatung. Aufgrund neuer Aufgaben und eines gewachsenen Mitarbeiterteams der Diakonie soll am Hauptstandort das Gebäude komplett erneuert werden, damit Beratung und die Wahrnehmung von Hilfsangeboten für die Menschen, die Hilfe suchen, gewährleistet werden kann, so Währisch-Purz in einer Stellungnahme.

Voraussetzungen zu schaffen für diakonisches und barmherziges Handeln beschäftigte die Delegierten bei einem Antrag des Partnerschaftsausschusses. Für den Partnerschaftsdistrikt Kondoa, Vereinigte Republik Tansania, soll ein Geländefahrzeug für Mitarbeitende angeschafft werden, um entlegene Gebiete und Kranke zu erreichen. Durch Rückstellungen, Spenden und Kollekten konnten auch hier von den Delegierten 30.000 Euro freigegeben werden. Mit Mitteln des Kirchenkreises werden zwei Krankenhilfsstationen aufrechterhalten, sowie eine Secondary School unterhalten. Weitere Schulprojekte werden über das Evangelische Gymnasium Nordhorn und die Berufsbildenden Schulen Lingen begleitet. Die Partnerschaft besteht seit fast 30 Jahren.

Ebenfalls beraten wurde über einen Anbau am bestehenden Kirchenkreisamt (KKA) Meppen, Verwaltungssitz des Kirchenkreises und damit Dienstleister für knapp 65.000 lutherische Kirchenglieder und über 500 Beschäftigte. Mittelfristig sollen neben weiteren Büros das Ephoralsekretariat samt Superintendent und weitere Stabsstellen im Amt untergebracht werden, um vielfältige Aufgaben zukunftsfähig an einem Standort konzentrieren zu können. Die Kostenschätzung des kirchlichen Bauamts liegt für diese Maßnahme bei einer Million Euro. Auch hier stimmten die Delegierten der Empfehlung der Fachausschüsse zu, die insgesamt vier Jahre lang zentrale und dezentrale Lösungen für DW und KKA geprüft hatten. Im kommenden Jahr wird nach den Detailplanungen der Kirchenkreistag endgültig über den Finanzkreditrahmen abstimmen, damit die Bauarbeiten gegebenenfalls noch in 2018 beginnen können. Wie Superintendent Brauer betonte, werden den Gemeinden durch die geplanten Bauinvestitionen keine Mittel entzogen, alle Zuweisungen blieben in voller Höhe erhalten.