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21. August 2017

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Aktuelle Kirchenstatistik

Taufen stehen hoch im Kurs - Zahl der Kirchenaustritte in der Region deutlich zurückgegangen

Es wird gerne getauft im Kirchenkreis
Es wird gerne getauft im Kirchenkreis (Quelle: KG Lathen)

Die Kirchenaustritte im Evangelisch-lutherischen Sprengel Ostfriesland-Ems sind im Jahr 2016 im Vergleich zum vorigen Jahr um rund 15 % zurückgegangen (2015: 2001 Austritte; 2016: 1.699 Austritte). Sie liegen, bezogen auf die Kirchenmitgliederzahlen der sechs Kirchenkreise mit insgesamt 311.867 Mitgliedern bei 0,54 %. Eingetreten sind in die ev.-luth. Kirchengemeinden des Sprengels im vergangenen Jahr 397 Personen. „Die Entwicklung der Kirchenmitgliederzahlen im Sprengel zeigt, dass auch in unserer Kirche sich die demografische Entwicklung unserer Gesellschaft widerspiegelt. 3928 Beerdigungen stehen 2651 Taufen gegenüber. Insgesamt zeichnet sich nach wie vor ein Rückgang der Kirchenmitgliederzahlen ab“, sagt Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr.

„Es freut mich jedoch, dass die Zahl der Kirchenaustritte im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken ist. Das ist ein Zeichen dafür, in welch hohem Maße die Mitglieder mit ihrer Kirche verbunden sind. Dennoch schmerzt jeder Kirchenaustritt!  Der christliche Glaube ist auf Gemeinschaft angelegt. Wir brauchen einander und jedes Kirchenmitglied trägt dazu bei, dass Kirche vor Ort ihre Arbeit gestalten kann. In allen Kirchenkreisen werden dazu attraktive Angebote gemacht. Dies geschieht nicht zuletzt durch eine hohe Zahl von Ehrenamtlichen, die sich in unseren Kirchengemeinden und Einrichtungen engagieren. Sie alle tragen dazu bei, die frohe Botschaft der Liebe Gottes in unserer Welt sichtbar werden zu lassen“, so Klahr.

Der Superintendent des ev.-luth. Kirchenkreises Emsland-Bentheim, Dr. Bernd Brauer sieht für seine Region eine durchweg zuversichtliche Entwicklung: „Der Blick auf die Zahlen zeigt eine deutliche Konsolidierung des Kirchenkreises nach den teils heftigen Ausschlägen im Jahr 2014. Da waren die Austrittszahlen wegen der Neuregelung zur Quellensteuer angestiegen. Die Zahl der Austritte ist deutlich gefallen, die der Taufen und Eintritte deutlich gestiegen. Die Zahl der Taufen ist die mit Abstand höchste im Sprengel, obwohl der Kirchenkreis nicht der zahlenmäßig größte ist.“ Dies lasse den Schluss zu, dass die lutherischen Gemeinden in Emsland und Grafschaft Bentheim als einer sich dynamisch entwickelnden Region nahe bei den Menschen seien, so der  leitende Geistliche. Auch erweise sich die Entscheidung, bei der Zahl der Pfarrstellen nur äußerst moderate Anpassungen vorzunehmen und auf Stabilität und Innovation zu setzen, als richtig:

„Neben Pfarrstellen für Seniorenwohnheime und Krankenhäuser wurde im Bereich der seelsorgerischen Betreuung von Migranten in eine eigene Pfarrstelle investiert, um die, die sich für das Christentum interessieren, gut zu begleiten.“ Letztlich verwies der Superintendent auch auf die besondere geographische Lage des hiesigen Kirchenkreises, die nach wie vor den Zuzug von Menschen aus Nordrhein-Westfalen  begünstige und damit trotz steigender Beerdigungszahlen eine demographische Stabilität erlaube. Allerdings, so Brauer, gebe es ein Nord-Süd Gefälle bei den 27 lutherischen Gemeinden. Während im Nordbereich die Gemeinden leicht wüchsen, verlören sie im Süden Mitglieder.

Der gesamte Evangelisch-lutherische Sprengel Ostfriesland-Ems erstreckt sich von der Nordseeküste bis in die Grafschaft Bentheim und umfasst die Kirchenkreise Aurich, Emden-Leer, Emsland-Bentheim, Harlingerland, Norden und Rhauderfehn.