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22. Juni 2017

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Radwegekirchenzertifikat

Zwei Kirchen als Radwegekirchen zertifiziert

Freuen sich über die Zertifizierung in Haren (von links) Tourismusvertreter Josef Ströer, Referentin für Kirche im Tourismus, Amélie zu Dohna, Ortspastor Torben Rakowski und die Mitglieder des Kirchenvorstands

Das Emsland ist „Fietsenland“. Für Einheimische und Touristen ist die Region gleichermaßen ein Fahrradparadies. Zwei Kirchen im Nordbereich des lutherischen Kirchenkreises öffnen nun als zertifizierte „Radwegekirche“ ihre Türen für Besucher aus nah und fern.

Pastorin Amélie zu Dohna, Referentin der Hannoverschen Landeskirche für Kirche im Tourismus enthüllte zunächst in Haren, im Anschluss in Papenburg gemeinsam mit den Ortspastoren das Signet, das nun die Außenwände der evangelischen Gotteshäuser schmückt.

In ihren Ansprachen wies Pastorin zu Dohna darauf hin, dass bereits die Bibel davon spreche, dass Gastfreundschaft auch für Gastgeber positive Auswirkungen habe: „Schon im Alten Testament wird von Engeln gesprochen, die als Gäste in Häuser kommen. In diesem Sinn wünsche ich euch viele Engel.“

Beide Kirchen haben im Rahmen der Zertifizierung ihre Eingangsbereiche neu gestaltet. Sowohl in der Papenburger Erlöserkirche (Barenbergstr.26) als auch in der St. Johanniskirche Haren (Werftstr.22), laden Lichterbäume zum Entzünden kleiner Kerzen ein. Es sollen nach dem Willen der Kirchenvorstände und Pastoren Orte sein, an denen die Seele zur Ruhe kommen kann. Ebenfalls ausliegende Gästebücher, die zu Dohna im Namen von Landesbischof Ralf Meister überreichte, können Gedanken, Gebete oder einfach nur Grüße der Rastsuchenden aufnehmen. In Haren laden zusätzlich Bibeln in verschiedenen Sprachen zum Lesen ein und im Eingangsbereich erinnern Fotos an die Zeit, als vor 1960 an dieser Stelle noch die „evangelische Kirchenbaracke“ und vor 1938 die Harener Synagoge stand. „Wir freuen uns darüber, dass unsere Kirche und Gemeinde ein gastfreundlicher, offener Ort ist, an dem ganz unterschiedliche Menschen sich wohl fühlen“, so Pastor Torben Rakowski in Haren. Die Papenburger Pastorin Anna Riese bedankte sich besonders  bei der Förderschule am Patersgang und ihrem Werklehrer Peter Schönig. In einem schulübergreifenden inklusiven Projekt hatten Schüler der Klasse 6 bis 8 mit den Konfirmanden der ev.-luth. Kirchengemeinde an Buchenholzbänken für die Fahrradkirche in der Barenbergstraße gearbeitet. Die Bänke sollen den Radwanderern nun als Möglichkeit zum Innehalten, Beten und Besinnen dienen. Nach getaner Arbeit waren die Schülerinnen und Schüler zufrieden mit dem Geleisteten. Spontan äußerten sie die Bereitschaft, gerne weitere gemeinsame Projekte zu bestreiten.

„Bei unserem Inklusionsprojekt waren gegenseitige Unterstützung und echte Teamarbeit gefragt. Durch diese gemeinsame Werkarbeit haben wir etwas Bleibendes für die Radkirche geschaffen“, freut sich Werklehrer Schönig.

Seit 2010 gibt in der EKD (Evangelische Kirche Deutschlands) die Möglichkeit, sich als Radwegekirche zertifizieren zu lassen. Auf Grundlage einer verlässlich geöffneten Kirche können Kirchengemeinden, die an einem Radfernweg liegen, das Radwegekirchen-Signet beantragen. Der Kirchenkreis Emsland-Bentheim arbeitet zur Zeit an einem ökumenisch ausgestalteten kirchlichen Radwanderweg entlang der Emsroute und Teilen der Grafschafter Fietsentour.

Mehr Informationen über Offene Kirchen und Radwegekirchen unter http://www.radwegekirchen.de