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23. April 2017

Nachricht

50 Jahre Markuskirche

Regionalbischof Klahr mit Ortspastor Jacobs und Festgästen (Foto: Hirndorf)

„Näher als heute waren sich Katholiken und Protestanten nie“

50 Jahre Markuskirche in Groß Hesepe/Emsland

Regionalbischof Detlef Klahr predigte im Festgottesdienst zum 50. Kirchweihjubiläum der Ev.-luth. Markuskirche in Groß Hesepe. Die 1967 vom Architekten Nikolaus Johannesen aus Osnabrück entworfene Markuskirche gehört zur Ev. Luth. Kirchengemeinde Dalum im Kirchenkreis Emsland-Bentheim und verkörpert eine besondere Idee des Architekten. In den Himmel gereckt wie ein Erdölförderturm erscheint der Glockenturm und daneben wie ein Haufen aufgeschichteter Torfsoden das Kirchenschiff. Beides waren und sind typische und wohlbekannte Elemente der emsländischen Landschaft. Und selbst das Grundstück wurde damals von der Torfabbaufirma Klasmann erworben. Grund genug für Ortspastor Thorsten Jacobs, mit Gründungsgliedern der Torfwerksiedlung aber auch ökumenischen und politischen Gästen das Jubiläum zu begehen. Regionalbischof Klahr thematisierte in seiner Predigt zur Erscheinung des Auferstandenen am See Genezareth die Osterfragen der Jünger damals und der Christen heute. Es sei „wunderbar, an irgendeinem Punkt im Leben die Erfahrung zu machen, Jesus ist bei mir!“ Ostern ereigne sich auch heute dort, wo Menschen Jesus nahe sein könnten, auch in der Markuskirche am Torfwerk.

Allerdings lag auch ein etwas wehmütiger Schleier über dem festlichen Jubiläum. So hatte Pastor Jacobs schon in der Begrüßung betont, man wisse nicht, ob es noch ein weiteres Jubiläum für die Markuskirche geben könne. Überlegungen, den Standort aufzugeben oder umzuwidmen würden aufgrund der Finanzsituation diskutiert. Politik und Ökumene lobten die bisherige Zusammenarbeit und wünschten sich eine weitere Präsenz der Lutheraner in Groß Hesepe. Pfarrer Jürgen Altmeppen von der Pfarreiengemeinschaft Geeste betonte, dass die lebendig gelebte Ökumene es aber auch zulassen werde, die kath. St. Nikolauskirche für lutherische Gottesdienste zu öffnen. Diese sei immerhin in reformatorischen Zeiten auch einige Jahre lutherisch gewesen und es gebe sogar eine Kanzel, die von den katholischen Priestern nicht genutzt werde. Regionalbischof Klahr dankte spontan für diese herzliche Geste und betonte, man könne die gute Zusammenarbeit auf kommunaler und ökumenischer Ebene gar nicht hoch genug schätzen: „Näher als heute waren sich Katholiken und Protestanten nie!“

 

Hirndorf